Cardio CT

Cardio CT/Coronarangiographie

Allgemein

Die Cardio-CT ist eine aussagekräftige, schnelle und wenig belastende Methode zur Beurteilung der Herzkranzgefäße (Koronarterien) sowie der Bypässe nach Herzoperationen ohne den Einsatz von invasiven Kathetern.

Wann ist eine Cardio-CT indiziert?

In westlichen Industriestaaten sind Herz- und Kreislauferkrankungen sehr weit verbreitet und sind für über ein Drittel aller Todesfälle verantwortlich. Die Untersuchung wird oft eingesetzt bei mutmaßlich kardialen Beschwerden wie unklarem Brustschmerz und Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen (erhöhter Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Rauchen, erhöhte Blutfettwerte, Übergewicht oder Herzinfarkten in der Familie). Mit ihr kann das Herzinfarktrisiko eingeschätzt und in vielen Fällen auf eine invasive Katheteruntersuchung verzichtet werden.

Verkalkungen der Herzkranzgefäße: der Kalk-Score

Die moderne Cardio-CT erlaubt den Nachweis von verkalkten Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen direkt, schnell und mit sehr geringer Strahlenbelastung. Der Kalkscore in den Koronargefäßen korreliert unmittelbar mit dem Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung und hat somit einen wichtigen prognostischen Stellenwert. Die Kalkmenge kann im CT gut quantifiziert werden (Kalk-Score, Agatson-Score).

Vorbereitung auf die Untersuchung

Vor der Untersuchung wird in der Arztpraxis eine ausführliche Anamnese durchgeführt. Dabei werden unter Anderem Kontraindikationen gegen eine Kontrastmittelgabe abgeklärt (z.B. Allergien, Schilddrüsenüberfunktion und Niereninsuffizienz) und über mögliche Risiken aufgeklärt.

Ablauf der Untersuchung

‍Für eine gute Bildqualität ist es wichtig, dass Ihr Puls während der CT-Untersuchung nicht über 70/min schlägt. Daher ist es bei einigen Patienten notwendig, ca. 1-1,5 Stunden vor der Untersuchung einen kurz-wirksamen Betablocker zur Senkung der Herzfrequenz in Tablettenform zu verabreichen. Zur Weitstellung der Herzkranzgefäße mit dem Ziel der besseren Darstellbarkeit, wird dem Patienten unmittelbar bei der Untersuchung ein Hub Nitro-Spray unter die Zunge gesprüht. Die nachfolgende Untersuchung nimmt ca. 15 Minuten in Anspruch, wobei die reine Durchleuchtungszeit ca. 1-2 Sekunden beträgt. Die anschließende Datenauswertung dauert etwa 30 Minuten, so dass Sie einschließlich Vorbereitungen insgesamt etwa 60 Minuten einplanen sollten. Um Ihren Herzschlag während der Untersuchung zu überwachen, wird Ihnen zuvor ein EKG angelegt. Nach Gabe des Kontrastmittels erfolgt dann die CT-Untersuchung.

Über eine 3D-Nachverarbeitung werden die Herzkranzgefäße sowie eventuelle Engstellen und Verkalkungen dargestellt und vermessen. Sofern vorhanden, können an dieser Stelle auch Stents oder Bypässe auf deren Durchgängigkeit überprüft werden. Nach Auswertung der Daten werden die Ergebnisse ärztlicherseits mit Ihnen besprochen und Sie erhalten eine CD-Rom mit Ihren Aufnahmen. Der schriftliche Untersuchungsbericht wird jeweils Ihnen und dem behandelnden bzw. zuweisenden Arzt zugeschickt.